Ein Neustart in Bergen

​Best practice Beispiele: Ich finde, es zeugt von Größe, wenn man sich nicht scheut, Anregungen auch außerhalb der eigenen Kirche zu suchen. So war ein Pastor aus Bergen (Norwegen) zu Gast, der von seinem Neustart einer Jugendkirche berichtete.

Ausgangspunkt war eine Gemeindefusion. Aus fünf Gemeinden wurde eine. Schnell bemerkte man, dass man keine fünf Kirchen braucht, um die neue Gemeinde zu betreuen. Ein Kirchengebäude blieb übrig. 

Zeitgleich hatte der Vortragende beim Bischof angefragt, ob es nicht einen Ort gäbe, an dem man neue Kirche experimentieren könne. Der Bischof stellte ihm die übriggebliebene Kirche mit den Worten zur Verfügung “mach, was Du willst!”

Und das tat er. Eine wechselvolle Geschichte beginnt. Als einziger Hauptamtlicher will man nicht alles machen. Man muss Dinge delegieren, man muss Verantwortung abgeben, man darf nicht der Flaschenhals für die Entwicklung sein… Aber man muss nicht Müssen, man darf Dürfen. In vielen persönlichen Episoden werden wir durch die Entwicklung der Gemeinde geführt. Spannend und ergreifend. Lernen, auszuhalten, dass etwas nicht stattfindet, weil es niemand machen will. Mangel als Motivation. 

Auch wenn ich nur Bruchteile des schwedisch/ norwegischen Vortrags verstehe, bin ich gespannt.

Ohne alle Details zu nennen: Heute ist es eine lebendige Gemeinde, mit vielen freiwilligen Helfern, die Aufgaben je für ein halbes Jahr übernehmen, einem starken Chor und diakonischer Arbeit im Stadtteil.

Kom, heliga Ande!


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