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Es werden Posts vom April, 2026 angezeigt.

Ein Neustart in Bergen

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​Best practice Beispiele: Ich finde, es zeugt von Größe, wenn man sich nicht scheut, Anregungen auch außerhalb der eigenen Kirche zu suchen. So war ein Pastor aus Bergen (Norwegen) zu Gast, der von seinem Neustart einer Jugendkirche berichtete. Ausgangspunkt war eine Gemeindefusion. Aus fünf Gemeinden wurde eine. Schnell bemerkte man, dass man keine fünf Kirchen braucht, um die neue Gemeinde zu betreuen. Ein Kirchengebäude blieb übrig.  Zeitgleich hatte der Vortragende beim Bischof angefragt, ob es nicht einen Ort gäbe, an dem man neue Kirche experimentieren könne. Der Bischof stellte ihm die übriggebliebene Kirche mit den Worten zur Verfügung “mach, was Du willst!” Und das tat er. Eine wechselvolle Geschichte beginnt. Als einziger Hauptamtlicher will man nicht alles machen. Man muss Dinge delegieren, man muss Verantwortung abgeben, man darf nicht der Flaschenhals für die Entwicklung sein… Aber man muss nicht Müssen, man darf Dürfen. In vielen persönlichen Episoden werden wir durch...

Kom, heliga Ande

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​Komm, heiliger Geist! Und er lässt sich nicht lange bitten. Ein erfüllter, fröhlicher Gottesdienst mit Hunderten PastorInen und DiakonInen eröffnet die Zusammenkunft, die nur alle vier Jahre stattfindet. Gäste aus Costa Rica, England und Deutschland sind hier. Aber vor allem ist es ein Zusammenkommen der Aktiven und ehemals Aktiven.  Im Konzerthaus Växjös findet alles weitere statt: die Mahlzeiten und natürlich die inhaltlichen Beiträge. Es gibt Vorträge zur Rolle der Kirche in der Gesellschaft, zu den Aufgaben in den Gemeinden, es werden neue Lieder gesungen und sich natürlich ausgiebig bei Kaffee und Zimtschnecke unterhalten.  In einem Vortrag ging es um Erwartungshaltungen: die meisten Menschen erwarten, dass wir die Bibel lesen. So lasst uns auch die Bibel lesen. D ie meisten Menschen erwarten, dass wir sonntags in der Kirche sind. Lasst uns das machen. D ie meisten Menschen erwarten, dass wir ein bisschen verrückt sind. Lasst es uns sein!

Malmö Central

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4:30 Uhr. Irgendwie sind wir inzwischen in Schweden gelandet. Ich höre Musik aus dem Film “Wie im Himmel”, aber ich gestehe, dass ich mich nicht so fühle. Eine Nacht im Zug sitzen ist nicht besser, als im Flugzeug. Aber jetzt sind es nur noch zwei Stunden bis zum Umsteigen in Alvesta nach Växjö. Um zehn Uhr ist gemeinsamer Gottesdienst. Ich werde Lesung und Grußwort machen. Wollte ich eigentlich auf der Fahrt vorbereiten. Ein paar Worte Schwedisch, aber auch das will durchdacht sein. Erstmal Dämmer ich noch vor mich hin. 

Abfahrt nach Schweden

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 Sonntag, früher Nachmittag. 14:40 Uhr. Der ICE, der mich in Berlin zum Nachtzug bringt, rollt pünktlich in Greifswald ein. Auch wenn es mit Berlin erstmal in die falsche Richtung geht, so ist und bleibt die Zugverbindung doch die CO2 günstigste. Den Nachtzug erreiche ich pünktlich und werde nun die nächsten 12 Stunden in einem etwas antiquierten Zug verbringen, bis ich in Alvesta umsteige.  Das Abteil, das ich zumindest bis Hamburg allein bewohne, ist mit Steckdosen und USB ausgestattet. Sieht erstmal gut aus. Das ist es aber auch schon, denn es ist kein Strom drauf. Naja, das Handy geht, solange es geht.